Wort zum Sonntag …

Das „Wort zum Sonntag“ kommt an diesem Samstag aus dem KirchenWald. Heute war das Fernsehteam da und hat gedreht. Mitten im Wald.

“ Gegen die Angst – Beten und gemeinsam vorangehen – das schafft Vertrauen“ sind die Stichworte, die uns am Samstag Abend nach den Tagesthemen erwarten.

Christian Rommert, Sprecher „Wort zum Sonntag“ am kommenden Samstag

„Im dunklen Wald kann man sich verlaufen. Könnte man Angst bekommen. Wenn aber auf einmal sehr viele Bäume ausgerechnet in einer Kirche stehen, dann fragt sich Christian Rommert, ob Bäume wirklich in eine Kirche gehören. In seinem Wort zum Sonntag spricht er über eines der ungewöhnlichsten Experimente auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag.“ So kündigt evangelisch.de ab heute Abend auf ihrer facebook-Seite das Wort zum Sonntag an! Seid dabei!

Was für eine Kirche!

Ja, St.Petri ist eine besondere Kirche. Der Turm war im Krieg weniger zerstört als der Rest und steht hier seit mehr als 600 Jahren. Ohne den KirchenWald klingt alles 17 Sekunden nach – länger als im Kölner Dom! Und vorne, gesichert hinter einer hohen Glaswand, das „Goldene Wunder“, ein uralter Holzaltar, der gedreht werden kann.

12.07.2017 Dortmund City – Petrikirche goldenes Wunder Altar St Petri am Westenhellweg – Foto Stephan Schuetze

Was für ein majestätischer Ort für einen Wald! Aber sie passen gut zusammen, sagen viele. Das hohe Kirchenschiff lenkt den Blick nach oben, und die Bäume tun es auf ihre Weise auch.

Bodenständig und trotzdem den Blick erhoben – eigentlich ein schönes Bild für den Glauben an Gott und die Art und Weise, damit zu leben.

Waldbaden …

Waldbaden – und zuhören …

Vorne in der Kirche verweilen die Leute und hören zu. Mitten im Getümmel des Kirchentages nehmen sich viele einen Moment Zeit. „Das tut mir gut“, sagen viele. Einen Moment der Stille, des Ausruhens. Einen Schluck Wasser trinken. „Jetzt kann ich weitergehen“, sagt ein Mann.

Waldbaden ist so ein neumodisches Wort. Baden in der Luft, in dem Duft, in der Stille, in den Ausblicken im Wald. Man kann das sogar in unserem kleinen Wald spüren. Sagen die Leute. Unsere Idee scheint aufzugehen.

Was für ein Duft!

Mittwoch morgen, 8 Uhr: Wir schließen die Tür der St.Petri-Kirche auf.

Was für ein Duft! Umwerfend! Die Bäume haben die Luft in der Kirche geradezu geschwängert mit ihrem Aroma. Unbeschreiblich – Weihnachten ist nichts dagegen!

Schon draußen riecht man den Wald in der Kirche. Die Leute lassen sich nicht bremsen – auch wenn wir noch nicht fertig sind. Wie ein Magnet zieht die Kirche die Menschen an. Und sie stehen staunend da. Wundern sich. Ziehen sich die Schuhe aus. Gehen barfuß, vorsichtig zuerst, dann immer beherzter.

Bleiben stehen vor den Waldbildern mit den Bibelzitaten, die sich nach einiger Zeit in das Bild hineinschleichen. Erinnerungen werden wach, Gedanken gehen auf Wanderschaft. Und irgendwie geht man bereichert weiter in den Tag. Toll!

Geschafft: Wald steht

Es ist Montag Nachmittag. Wir sind geschafft. Die Azubis von der Berleburg’schen Rentkammer mit ihren beiden Ausbildern Achim und Steffen haben ganze Arbeit geleistet: 30 Kubikmeter Hackschnitzel sind auf den 300 Quadratmetern Fläche in der Petri-Kirche verteilt. 50 Fichten und Nordmann-Tannen haben ihren Platz gefunden und stehen in schweren Holzständern. Dazwischen jede Menge Moos, Laub, Totholz und einige kleine Buchen, die in Kübeln als Wittgenstein mitgekommen sind.